Alle Artikel in: Italien

Bella Roma für Eilige – Italiens Hauptstadt in zwei Tagen

Auf dem Hinflug nach Rom saß eine nette ältere Dame aus Japan neben mir, die seit 15 Stunden unterwegs, aber dennoch sehr gesprächig war. So erzählte sie mir, dass sie und ihre Reisegruppe, die ebenfalls im Flieger saß, sich neben Rom auch noch Venedig, Florenz, Mailand und Barcelona anschauen würden. Ich glaube, sie sprach auch noch von Paris… Ich sagte „oh wie schön“und fragte, wie lange sie denn in Europa blieben? Zwei Wochen oder sogar drei? Da lachte sie und sagte, dass sie neun Tage später bereits wieder im Flugzeug nach Hokaido sitzen würde. Als ich sie völlig erstaunt anschaute, erklärte sie mir, dass den Angestellten in Japan nur sehr wenige Urlaubstage zustehen und ihre Landsleute diese ungern länger am Stück nehmen – zum einen wegen ihrer überaus großen Arbeitsmoral, zum anderen wohl auch aus Angst, die Kollegen könnten sie während ihrer Abwesenheit aus dem Job drängen. Fünf große und großartige Städte in neun Tagen also…. Speed-Sightseeing auf Japanisch. Geht doch gar nicht! Geht doch! Denn an unserem dritten Tag in Rom stellten wir fest, …

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPin on PinterestShare on TumblrShare on LinkedInEmail this to someonePrint this page

Capri: Ein Tag auf Italiens schönster Insel

Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt… …. dann tut sie das tatsächlich so schön und so dramatisch wie an keinem anderen Platz, an dem ich je war. Die Insel im Golf von Neapel ist mit 10,4 Quadratkilometern zwar nur zweieinhalb Mal so groß wie der Englische Garten in München, aber trotzdem weltberühmt. Zu verdanken hat sie das – wie so viele andere Orte auch – dem internationale Jet Set, den es schon früh auf die Insel zog. So wollte Kaiser Tiberius im Jahr 27 nach Christus sein römisches Reich lieber von Capri aus regieren als aus der italienischen Hauptstadt und ließ sich auf der Insel mehrere Villen errichten. Ihm folgten Dichter, Denker, Stars und Sternchen… Thomas Mann, Berthold Brecht, Greta Garbo, Sophia Loren, später Jennifer Lopez, Elton John, Giorgio Armani…. Der Großindustrielle Friedrich Alfred Krupp machte seiner Lieblingsinsel sogar ein ganz besonderes Geschenk: 1902 ließ er einen Weg von seiner Villa zum Strand bauen – die Via Krupp. Sie gilt heute als schönster Serpentinenweg der Welt, ist seit ein paar Jahren aber …

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPin on PinterestShare on TumblrShare on LinkedInEmail this to someonePrint this page

Götterwanderweg (Sentiero degli Dei) – Von Amalfi nach Positano

Es ist nicht nur DER Wanderweg an der Amalfiküste – sondern auch einer der schönsten Wege Italiens – vielleicht sogar Europas. Die Tour (ca. 10 Kilometer mit teils anstrengenden Anstiegen und vor allem Abstiegen) muss gut geplant werden, da man auf Bus und Schiff angewiesen ist. Wir starten in Amalfi (leider nur kostenpflichtige Parkplätze rund um den Hafen oder Parkhaus am Ortsausgang Richtung Osten vorhanden), wo wir am Hafenkreisel den Sita-Bus 5080 Richtung Agerola Bomerano besteigen (Abfahrtszeiten). Die Fahrt dauert ca. 40 Minuten und ist als solche schon ein Erlebnis. Nach einem kurzen Stück auf der kurvenreichen und engen Amalfitana-Küstenstraße geht es in teils einspurigen Serpentinen hinauf in Richtung Ortsteil Bomerano. In dem kleinen Bergdorf können wir uns im Café „Il Ritrovo“ (ca. 5 Minuten von der Haltestelle vor der Kirche) mit kalten Getränken ausrüsten und noch einen der besten Kaffees unseres Italien-Urlaubs zu uns nehmen. Links neben der Kirche weist uns ein Schild („Sentiero degli Dei“) den richtigen Weg. Die angegebenen 3 Stunden Gehzeit dehnen sich aufgrund von Pausen, Fotostopps und dem anstrengenden Treppenabstieg …

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPin on PinterestShare on TumblrShare on LinkedInEmail this to someonePrint this page

Neapel: Keine Liebeserklärung!

Ich habe selten, nein, eigentlich noch nie einen Reiseführer gelesen, der so wenig Lust auf das vorgestellte Reiseziel machte, wie mein Neapel-Reiseführer. Kleine Kostprobe gefällig? Bitte schön: „Der Corso Umberto ist eine abgasverseuchte Verkehrsader…. Aber auch seine nähere Umgebung sollte man mit Vorsicht genießen, angefangen mit der Piazza Garibaldi, dem Bahnhofsplatz, wo die Luft nach Meinung vieler vor Gefahr nur so knistert.“ Neben ein paar wenigen Sehenswürdigkeiten empfahl der Autor vor allem Plätze und Viertel, die man nicht besuchen sollte, ließ sich über Müll, die Mafia und natürlich auch die Müllmafia aus und warnte vor bösen Schwarzmarkthändlern und Moped-fahrenden Taschendieben, die es auf unschuldige Touristen abgesehen haben. Daneben gab es noch ein paar Seiten über die Verkehrsproblematik und den daraus resultierenden Smog, der fast ständig über der Stadt hängt. Bella Napoli? Wohl eher nicht. Warum wir uns auf unserer Fahrt von Rom an die Amalfiküste dennoch für einen zweitägigen Zwischenstopp in Neapel entschieden haben? So genau wissen wir das auch nicht… Vielleicht dachten wir, dass Geschmäcker ja bekanntermaßen verschieden sind und dass der Reiseführer-Autor vielleicht …

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPin on PinterestShare on TumblrShare on LinkedInEmail this to someonePrint this page

Gesucht und gefunden: Das beste Eis Italiens

Ich mag die Italiener. Sie sind zwar wahnsinnig laut und können absolut kein Auto fahren (womit wir zwei Gemeinsamkeiten hätten), dafür können sie etwas anderes ganz besonders gut: Eis machen! Und davon habe ich persönlich sehr viel mehr als von Italienern, die perfekt einparken oder sich geschickt durch den Verkehr einer italienischen Großstadt schlängeln können. Dass es das fruchtigste, cremigste und leckerste Eis nicht in Amerika, Schweden oder Frankreich und leider auch nicht auf meiner Lieblingsinsel Sylt gibt, hatte ich in meinen zahlreichen kulinarischen Vor-Ort-Recherchen also bereits herausgefunden. Aber wo im Gelato-Paradies Italien gibt es denn nun das beste Eis überhaupt?? Meine Mission stand fest: Ich wollte es finden, das beste Eis Italiens! Sehr zum Leidwesen meiner Waage probierte ich mich also gemeinsam mit meinem Mann, der zum Glück genauso Eis-fanatisch ist wie ich, durch unzählige Kugeln Eis. Vom Lago Maggiore bis nach Ligurien, von Südtirol bis nach Venedig und von Mailand bis nach Capri. Und was soll ich sagen!? Ich habe es endlich gefunden, das beste Eis Italiens und überhaupt – bei Giolitti in …

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPin on PinterestShare on TumblrShare on LinkedInEmail this to someonePrint this page

Portofino: Italien wie aus dem Bilderbuch

Portofino… Schon der Name klingt nach Italien, so wie es sein muss. Nach Sommer, Meer, bunten Häuschen und kleinen Fischerbooten im Hafen. Aber auch nach Jet Set, Champagner und Yachten so groß wie Kreuzfahrtschiffe. Portofino ist all das und noch sehr viel mehr. Aber vor allem ist es eins: Ein zauberhafter Lieblingsplatz! Portofino liegt auf einer Halbinsel in der norditalienischen Provinz Ligurien und seine 449 Einwohner leben im teuersten Fischerdorf der Welt, in dem eine Stunde Parken unglaubliche 10 Euro kostet. Deshalb und weil man am Ortseingang oftmals stundenlang mit dem Auto im Stau steht, entschieden wir uns dafür, vom Nachbardorf Santa Margherita Ligure aus mit dem Schiff nach Portofino zu fahren. Eine gute Entscheidung! Denn der Blick, den man bei der Anfahrt vom Wasser aus auf die Portofino-Bucht hat, ist traumhaft schön und lässt einen verstehen, weshalb sich Weltstars wie Winston Churchill, Brigitte Bardot und Humphrey Bogart einst in diesen Ort verliebten. Wir kamen also mit dem Schiff, gingen im kleinen Hafen mit den bunten Häuschen von Bord und sahen… nicht wirklich viel! Denn …

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPin on PinterestShare on TumblrShare on LinkedInEmail this to someonePrint this page

Lago Maggiore – Auf den Gipfel des Ghiridone

Der Ausgangsort für diese Wanderung  ist Mergugno auf 1.050 Metern. Alternativ kann man auch vom Seeufer aus Brissago die erste Etappe hochwandern – jedoch erstreckt sich die gesamte Wanderung dann über 2.000 Höhenmeter. Wir entscheiden uns also für die Straße nach Mergugno. Alleine die Fahrt in den kleinen Ort ist ein Erlebnis für sich. Engste Serpentinen schlängeln sich den Berg hinauf – Gegenverkehr unerwünscht. Oben angekommen, befindet sich am Ende der einzigen Straße ein kleiner Parkplatz. Von dort beginnt die etwa 8,5 Kilometer lange Höhenwanderung. Wir folgen dem Wegweiser „Capanna Al Legn“ und anschließend dem Schild „Bosco Sacro“ (Heiliger Wald). Dies ist einer der schönsten subalpinen Goldregen-Wälder der Schweiz. Unser Blick richtet sich während des Aufstiegs fast die ganze Zeit auf eine imposante Felswand, die je nach Sonnenstand als vertikale Wand erscheint. Wir erreichen die „Alpe Arolgia“ (1.740 Meter). Hier können wir uns an dem schönen steinernen Brunnen von den zurückgelegten 700 Höhenmetern erholen und ein wenig erfrischen. Ein kurzer Aufstieg bringt uns zum Refugio „Capanna Al Legn“ auf 1.804 Meter. Diese Selbstversorger-Hütte mit Übernachtungsmöglichkeit …

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPin on PinterestShare on TumblrShare on LinkedInEmail this to someonePrint this page

Benvenuti a Riomaggiore – Eine Liebe auf den zweiten Blick

Wenn ich von Italien träumte, dann träumte ich von bunten Häusern, die  an steilen Felsen über dem tosenden Meer kleben und in der untergehenden Sonne leuchten. Ich träumte von engen Gassen, über denen nasse Wäsche und alte Fischernetze hängen, von kleinen Häfen, netten Menschen und dem ewigen Sommer. Kurz: Ich träumte von den Cinque Terre, jenen fünf Dörfern im norditalienischen Ligurien, die seit 1997 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören – meinem Inbegriff von Italien! Entsprechend groß waren meine Vorfreude und meine Erwartungen als wir im Juni 2014 auf unsere Rundreise durch Norditalien und Südfrankreich auch drei Tage Station in Riomaggiore, einem der fünf berühmten Cinque-Terre-Dörfer machten. Wir flogen von Köln nach Nizza, das uns mit viel Sonne und Temperaturen empfing, von denen wir noch ein paar Sunden zuvor im frühsommerlichen Deutschland nicht zu träumen gewagt hätten. Zwei Stunden, die wir in der Schlange vorm Mietwagen-Counter verbrachte hatten, später fuhren wir dann endlich mit unserem kleinen Cabrio entlang der südfranzösischen Küste in Richtung Cinque Terre, meinem italienischen Sehnsuchtsziel. Die Fahrt auf der Küstenstraße direkt am Meer war traumhaft, …

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPin on PinterestShare on TumblrShare on LinkedInEmail this to someonePrint this page