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Kaffeeklatsch auf Sylt – Die besten Adressen

Die einen schwärmen für eine gute Flasche Wein, die anderen für ein zartes Steak, eine ungewöhnliche Sushi-Kreation oder ein tolles Mehrgänge-Menü. Alles schön und gut.

Aber, mal ganz ehrlich: Was gibt es besseres als ein noch warmes Stück Kuchen frisch aus dem Ofen? Nicht viel – zumindest nicht für meinen Mann und mich, denn wir lieben Kuchen!! Egal, wo auf der Welt wir sind: Kuchen muss sein. Zu jeder Zeit, an jedem Ort und am besten täglich. Wir aßen Lime Pie in Key West, dem südlichsten Zipfel der USA, wir aßen Schokokuchen auf einer fast unbewohnten Insel vor Stockholm und wir aßen natürlich auch schon jede Menge Himbeer-, Käse- und Apfelkuchen auf unserer Lieblingsinsel. Hier kommt unsere Top 3 der besten Kaffeeklatsch-Adressen auf Sylt:

1. „Sansibar“ in Rantum

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Gebrannter Erdbeerkuchen und frischer Minz-Eistee

Kuchen: Der Apfelkuchen in der Sansibar ist der beste auf der ganzen Insel. Sagt mein Mann. Und der muss es wissen, denn er ist ein wahrer Apfelkuchen-Experte und ein überaus kritischer noch dazu. Aber auch die anderen hausgemachten Kuchen in der Sansibar sind ein wahrer Traum! Allen voran der gebrannte Erdbeerkuchen, der auf den ersten Blick aussieht wie ein Tiramisu: Zuunterst die Erdbeeren, darauf eine Schicht lockerer Teig und als Krönung eine Kruste aus karamellisierter Vanillecreme obendrauf!

Ambiente & Preise: Mitten in den Rantumer Dünen, draußen im Strandkorb oder drinnen in der urigen Holzhütte, in der es abends kein elektrisches Licht, sondern nur Kerzenlicht gibt. Ein schönerer Platz für einen gemütlichen Kaffeeklatsch lässt sich schwer finden. Zudem sind die Sansibar-Servicekräfte wahnsinnig nett und zuvorkommen!

Natürlich kostet ein Stück Kuchen in der Sansibar mehr als beim Bäcker um die Ecke, aber er ist jeden Cent wert. Denn er ist nicht nur wahnsinnig lecker, sondern die Stücke sind so groß, dass sogar wahre Kuchen-Fans wie wir Schwierigkeiten haben, sie aufzuessen. Für ein Stück Kuchen mit Sahne zahlt man hier 4,50 Euro, ein Milchkaffee kostet 4 Euro und eine Tasse heiße Schokolade 3,30 Euro.

Adresse: Hörnumer Straße 80, 25980 Sylt / Ortsteil Rantum

2. „Kleine Teestube“ in Keitum

DSC04033_1Kuchen: Ein weiterer Lieblings-Kaffeeklatsch-Ort auf Sylt ist die „Kleine Teestube“ in Keitum. Hier gibt es eine riesige Auswahl an hausgemachten Kuchen und Torten – auch zum Mitnehmen.
Besonders zu empfehlen ist die Himbeer-Sahne-Torte, die aber meist schon mittags ausverkauft ist. Früh kommen lohnt sich also. Die Meinung meines Apfelkuchen-Experten: Fast genau so lecker wie in der Sansibar, allerdings waren ihm persönlich zu viele Mandeln auf dem Kuchen, deshalb nur Platz 2 seines Bester-Apfelkuchen-auf-Sylt-Rankings.

Ambiente & Preise: Die Teestube befindet sich in einem alten reetgedeckten Kapitänshaus mitten in Keitum, den für mich schönsten Ort der Insel. Drinnen geht es friesisch-gemütlich zu. Allerdings sitzt man hier ein wenig beengt, daher ist unser Lieblingsplatz  draußen im großen Strandkorb-Garten, der bis in den späten Herbst geöffnet hat.

Das besondere an der Teestube ist, wie der Name schon verrät, dass es hier Unmengen verschiedener Tees gibt – vom klassischen Friesentee bis zum exotischen Shangri-La-Tee aus Nepal.
Die Preise sind Sylt-typisch und der Service sehr freundlich und aufmerksam.

Adresse: Westerhörn 2, 25980 Sylt / Ortsteil Keitum

 

3. „Kupferkanne“ in Kampen

Kuchen: Auch in der Kupferkanne gibt es sehr leckeren hausgemachten Kuchen. Mein Favorit: Aprikose, der meines Mannes: überraschenderweise Apfelkuchen. Dieser kommt, wie alle anderen Kuchen, frisch vom Blech. Wer es etwas gesünder mag: Hier gibt es auch Vollkornkuchen. Genauso groß wie die Kuchenauswahl ist auch die Auswahl der Kaffeesorten aus der hauseigenen Rösterei. Bohnen aus Haiti, Papua Neuguinea, Sulawesi oder ganz klassisch aus Kolumbien – Kaffeefans kommen hier voll auf ihre Kosten.

DSC04391_1Ambiente & Preise: Was die Kupferkanne für uns zu einem der schönsten Kaffeeklatsch-Orte auf Sylt macht, ist allerdings nicht nur der Kuchen, sondern das wirklich außergwöhnliche Ambiente: Drinnen ein ehemaliger Bunker mit kuscheligen Sitzecken und einem Labyrinth aus verwinkelten Gängen, die oftmals so eng und niedrig sind, dass man beim Gehen den Kopf einziehen muss. Und draußen der wohl schönste Kaffee-Garten der ganzen Nordseeküste: direkt am Watt, mitten im Naturschutzgebiet und mit 28.000 Quadratmetern so riesig, dass sich schon mancher Gast darin verlaufen hat. Was den Garten so besonders macht: Die Bäume stehen hier Kopf. Nachdem Orkan „Anatol“ im Winter 1999 im Garten der Kupferkanne rund 600 Bäume entwurzelt hat, hat der Besitzer die zehn größten und schönsten Bäume mit den Wurzeln nach oben wieder eingepflanzt. Ein schöner Blickfang, aber auch eine Erinnerung an die verheerende Naturkatastrophe von 1999.

Der Kuchen kostet 3,90 Euro, die Portion Sahne ist mit 1,30 Euro etwas überteuert. Eine Schale Milchkaffee (sehr groß!) bekommt man für 4,50 Euro, einen Kakao für 3,90 Euro.

Leider ist es im Sommer meist so voll, dass man lange auf einen Platz warten muss und die Bedienungen teilweise etwas überfordert wirken.

Adresse: Stapelhooger Wai, 25999 Sylt / Ortsteil Kampen

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