Frankreich, Wandern
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Baou de Saint Jeannet – Über den Dächern von Nizza

Von der gesamten Küste rund um Nizza ist er sichtbar: Der Baou de Saint Jeannet. Ein 800 Meter hoher Felsen im Hinterland der Côte d’Azur. Am Fuße der fast 90 Grad steilen Felswand liegt der kleine Ort Saint Jeannet auf ca. 400 Metern über dem Meeresspiegel.

Von hier aus starten wir unsere Tour, die uns auf ca. 7 Kilometern Wegstrecke die 800 Meter Höhendifferenz überwinden lässt. Festes Schuhwerk und ausreichend Proviant sind also wie immer Pflicht. Am Eingang des Ortes befindet sich ein ausreichend großer Parkplatz. Von dort sind es nur wenige Minuten in den Dorfkern von Saint Jeannet, den wir uns vor dem Aufstieg anschauen sollten.

Durch den Ort der „Rue du Baou“ folgend, beginnt der steile Aufstieg. Einer großen Vorbereitung braucht es nicht, da der Weg regelmäßig mit Hinweisschildern ausgestattet ist. Wir wählen den kürzesten Pfad für Auf- und Abstieg. Wer eine größere Runde unternehmen möchte, sollte eine Wanderkarte mitnehmen. Das letzte Stück ähnelt einem Hochplateau bestehend aus Felsen und man muss sich einfach Richtung höchstem Punkt und Meer orientieren – alle Wege führen dorthin. Bei gutem Wetter trifft man kurz vor dem Ziel waghalsige Franzosen auf einer zwischen den Schluchten gespannten Slag-Line.

Oben angekommen, lädt eine Holzbank zur Rast ein. Der 360 Grad Blick ist unvergleichlich. Bei guter Sicht reicht das Panorama über Nizza, Antibes, dem Esterel-Gebirge bis zu den Alpen.

Alleine der Blick 400 Meter in die Tiefe lässt die Strapazen des Aufstiegs vergessen – Schwindelfreiheit vorausgesetzt, eine Sicherung gibt es nicht.

Nach dem pflichtgemäßen Fotoshooting beginnt der Abstieg. Bei Glück trifft man auf eine schier unendliche wirkende Herde von Ziegen, die auf die Berge getrieben werden. Wieder im Ort angekommen, können wir noch ein Kaltgetränk im „Sainte Barbe“ (Rue du Vallon) zu uns nehmen. Die Terrasse hinterm Haus bietet einen letzten schönen Blick über die Côte d’Azur, bevor es mit Auto wieder komfortabel abwärts geht.

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3 Kommentare

  1. schön, diese mischung aus mediterranem und doch klassisch europäischem landschaftsbild! die ziegen sind super 🙂

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